Aufruf zur internen Geschlossenheit:
Im Restaurant Kreuz in Allmendingen bei Thun lud der Berner Jägerverband zur Präsidentenkonferenz ein. Von den Sektionen waren 27 vertreten. Nach der stimmigen musikalischen Begrüssung durch die Jagdhornbläsergruppe Stockental, begrüsste BEJV Präsident Lorenz Hess die Gäste und die Präsidenten zur zweiten Präsidentenkonferenz 2026.
Bericht: Sabine Brechbühl
Fotos: Daniela Jost
An der Präsidentenkonferenz des Bernischen Jagdverbands (BEJV) standen Mitte Juni vor allem die künftige Ausgestaltung der Jagd, politische Rahmenbedingungen sowie interne Herausforderungen im Fokus. Vertreter des Verbands, des Jagdinspektorats und der Sektionen diskutierten dabei kontrovers über neue Regelungen und die strategische Ausrichtung der Berner Jägerschaft.
Im Zentrum der Diskussionen standen die geplanten Anpassungen für die Jagdperiode 2026/27. Während die meisten Bestimmungen unverändert bleiben, sorgen insbesondere Änderungen bei der Gämsjagd für Gesprächsstoff. Neu wird etwa ein Zusatzpatent ausgelost – mit dem Ziel, die Chancen unter den Jägerinnen und Jägern fairer zu verteilen. Gleichzeitig hält der Kanton an bestimmten Abschusszielen fest, um die Wildbestände zu regulieren.
Breiten Raum nahm auch die abgeschlossene Revision des kantonalen Jagdrechts ein. Der Präsentation von Jagdinspektorin Nicole Imesch konnten die Anwesenden entnehmen, dass der BEJV mit seiner Eingabe in allen wichtigen Punkten Gehör gefunden hat. Nachdem auch noch eine diesbezügliche Motion im Grossen Rat abgelehnt bzw. in ein Postulat umgewandelt worden war, findet nun im August noch ein Treffen mit Regierungsrat Lanz und den involvierten Verbänden statt. Die Inkraftsetzung der angepassten Verordnungen ist für 2027 vorgesehen. Einzelne Präsidenten riefen zu mehr Geschlossenheit auf, um künftige Herausforderungen erfolgreich bewältigen zu können.
Neben den politischen und organisatorischen Themen berichteten die Kommissionen über ihre Arbeit. Die Konferenz machte deutlich: Die Berner Jägerschaft steht vor wichtigen Weichenstellungen. Zwischen Tradition, politischen Vorgaben und gesellschaftlichen Erwartungen sucht der Verband nach einem gemeinsamen Kurs für die Zukunft der Jagd im Kanton Bern.
Ein zentrales Instrument, um einen Weg zu finden, ist die Präsidentenkonferenz und der damit verbundene Austausch. Das Treffen diente nicht nur der Information über aktuelle Themen, strategische Entwicklungen und geplante Aktivitäten des Verbands, sondern versteht sich auch als Plattform für den direkten Austausch unter den Präsidenten selbst. Dieser konnte beim anschliessenden Apéro untereinander gepflegt werden.